Bennys Kleinzeug-Tagebuch - Die Sechser - Anlagenmeisterei und Treffpunkt für Eisenbahnverrückte
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 Betreff des Beitrags: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: So 3. Nov 2013, 00:48 
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Hauptwerkmeister
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Auch ich brauche mal ein Thema, wo ich kleinere Sachen vorstellen kann. Das Leben besteht ja nicht nur aus Strandbahnhof :lol1:
So ganz weit weg vom Strandbahnhof ist das, was ich euch heute zeigen will, aber doch nicht. Uwe hatte sich für die LBE-Anlage zur Epoche II passende Parkbänke gewünscht, inklusive Referenzbild. Dieses habe ich dann möglichst exakt (mit vermutlich extrem übertriebenem Aufwand) umgesetzt.

Ergebnis ist diese Bank, in vier Farbvarianten (die erste "original", die anderen mehr oder weniger Fantasie):
Bild

Die orange, grüne und naturgraue Bank gefallen mir schon ziemlich gut, bei der braunen bin ich mir noch nicht so ganz sicher. Wenn ihr noch Farb- und/oder sonstige Verbesserungsvorschläge habt, immer her damit.

Viele Grüße
Benny

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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: So 3. Nov 2013, 01:19 
:daho :daho

sehr schön, kann ich gut gebrauchen. Mir gefällt die graue nicht so sehr. Bei weitern Farben ist doch alles möglich, Rot, Grün, Gelb usw.

An der grauen Bank sieht man auche etwas deutlich eine Kante, sieht aus als ob die Bretter da wie Leimholz aneinander stoßen. Ich würd´s etwas überpinseln.

Bild

Grüße

Jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: So 3. Nov 2013, 01:27 
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Inspektor
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Hallo Benny,

sehen recht gut aus, Jürgen hat aber an der Stelle Recht.
Wieviel Polygone haben die Bänke ?

Viele Grüße Volkhard

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Man sollte die Zeit und die Modelle nicht vergessen, die uns dahin gebracht haben, wo wir heute bei EEP6 stehen!


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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: So 3. Nov 2013, 09:16 
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Die Bänke sind jetzt in der Anlage, sie vervollständigen den Versuch, EEP historisch abzubilden und ein Epoche II-Klima zu verbreiten.
Sehr gut gelungen, Danke Benny. :daho :daho :daho

Wie immer bei Dir, arbeitest Du wirklich mit einem sehr großen Aufwand und 1:1 detailliert.
Auch wenn dabei "Fugen" mit eingearbeitet werden. :lol1: Aber sie fallen nur denen auf, die sich auf
die Bank legen. Gedacht ist sie aber als Sitzfläche, dann verdeckt der Rücken die Nahtstelle und man
schaut sich den meisterhaften Strandbahnhof an. :love

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Gruß Uwe


[HW:AMD FX 8120 auf Asus M5A99X-EVO 16GB RAM DD3-1866 ATI Radeon HD 7950] [OS: Win8_64 SW: EEP6 &8& EEP9 PRO_64]
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Laßt uns an dem Alten, so es gut ist halten, und auf diesem Grund, Neues bauen jede Stund!


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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: So 3. Nov 2013, 13:16 
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Hauptwerkmeister
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@Jürgen
Danke, du hast Recht. Diese Nahtstellen haben alle Bänke (weil die Textur nur jeweils für ein halbes Brett reicht), bei den anderen fällt es nur nicht auf, weil diese fast keine Helligkeitsunterschiede haben.
Die Kante gibt es nicht auf der Textur, sondern nur am Modell. Überpinseln geht also schlecht.
Bei der grauen Bank habe ich die Fugen aber mal verschoben:
Bild
Wenn man genau hinschaut, wird man immer noch welche finden, aber jetzt sollten sie nicht mehr so offensichtlich sein.

Die Farbe der grauen Bank ist von diesem Foto (danke an Stefan) übernommen.

@Volkhard
707 Vertexe, 996 Dreiecke. Diese hohe Zahl kommt in wesentlichen daher, dass ich die Metallstützen teilweise dreidimensional ausgeführt habe, um "Papierbeine" zu vermeiden. Mit Papierbeinen könnte man 834 Dreiecke einsparen, dafür sieht es dann blöd aus...

Viele Grüße
Benny

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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: So 3. Nov 2013, 13:48 
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Hallo Benny,

alles klar, vielen Dank für die Info.

Viele Grüße Volkhard

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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: So 3. Nov 2013, 15:02 
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Nächster Versuch:
Bild
Jetzt haben alle vier Bänke die gleiche Grundtextur, nur eben verschieden eingefärbt und abgestimmt (die graue Bank hat z.B. stärkere Helligkeitsunterschiede als die restlichen Bänke).
Die graue Bank ist noch ein bisschen dunkler geworden, die grüne noch ein bisschen heller, die braune hat wie gesagt die Textur wieder "zurückgewechselt" und somit auch eine etwas andere Farbe.

Viele Grüße
Benny

PS: Falls es jemanden interessiert: die Textur sieht so aus...

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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: So 3. Nov 2013, 16:17 
:daho
sehr schön

Grüße

jürgen


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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: So 3. Nov 2013, 17:35 
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Klasse!
Grüße aus Genshagen

Hape!

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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: So 3. Nov 2013, 21:10 
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Hallo Benny,

die linke Bank ist meine. :lol1:

Klaus

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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: So 3. Nov 2013, 22:50 
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Es ist genug Platz für alle da, Klaus ;)

Uwe hat sich (speziell für Bahnsteige) noch Doppelbänke gewünscht.
Bild
Das ist erstmal nur eine "Designstudie" (Screenshot aus Blender), aber die fertigen Bänke werden wohl nicht groß anders aussehen.
Im wesentlichen wurden zwei Bänke ihrer oberen Schnörkel beraubt und zusammengeschweißt.

Ich hoffe, das sieht halbwegs glaubwürdig aus.

Und bis morgen dürft ihr euch noch um den Namen kloppen :twisted: :
LBE_Parkbank3_doppelt_BH2 oder LBE_Bhstbank3_BH2

Viele Grüße
Benny

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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: So 3. Nov 2013, 23:09 
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Wie wärs mit Fussgängerzone?

Doppelte Bänke sind in einem Park eher die Ausnahme. In Fussgängerzonen und Bahnsteigen eher anzutreffen.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: Mo 4. Nov 2013, 16:03 
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Hier sind die Bhstbänke:
Bild

Bild

Das Parkbank_doppelt hatte ich wegen der einzelnen Bänke gedacht, die heißen nämlich schlicht "Parkbank". Aber jetzt bleibe ich bei Parkbank für die einzelnen und Bhstbank für die doppelten.

Viele Grüße
Benny

Nachtrag: Habe gerade alles von Bhst auf Bstg geändert. Klingt irgendwie besser...

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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: Mo 29. Dez 2014, 13:28 
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Ich hatte so das Gefühl, dass ich doch auch mal ein Tagebuch hatte... Nach ein bisschen Sucherei habe ich es dann sogar tatsächlich gefunden - dieses hier :grins:
Schon über ein Jahr kein Eintrag mehr, das wollen wir doch mal ändern - zumal ich letzter (Advents-)Zeit einiges an Kleinzeug gebaut habe.

Aber von vorne:
Anfang November äußerte Daniel im Chat den Wunsch nach zwei Modellen, die beide auf diesem Bild zu sehen sind (die zugehörige Seite ist auch ganz interessant):
Eine Zugschlussscheibe (auf dem Bild unten an der Lok hängend) und eine Signaltafel Ts1 "Nachschieben einstellen" (rechts, das umgekippte weiße T auf schwarzem Grund).

Google lieferte für die Zugschlussscheibe u.A. diese Seite. Alle wichtigen Informationen, Bilder von den verschiedenen Positionen - perfekt!
Eine Anfrage zwecks Verwendung der Fotos für die Textur verlief leider ergebnislos - deshalb musste ich mir die Textur selber basteln. Als Grundlage verwendete ich dieses Bild - genauer den inneren weißen Teil. Davon habe ich wiederum den inneren Teil rot eingefärbt, sodass die Farbgebung dem Vorbild entsprach. Zusammen mit dem komplett "selbstgemalten" Halte-Blechstreifen sieht die Tafel so aus:
Bild
Für die Textur natürlich viel zu groß, aber erstelle meine Texturen gerne in zehnfacher Größe (hier ist es irgendein krummer Maßstab, vermutlich habe ich das Ausgangsbild unskaliert übernommen), um sie dann später runterskalieren zu können.

Das eigentliche Modell ist relativ simpel: Ein Quadrat für die Scheibe (die per Textur rund ausgeschnitten wird), der Halte-Bügel brauchte wegen der Biegungen natürlich ein paar mehr Polygone (hält sich aber auch in Grenzen).

Da unter dem oben genannten Link nicht nur Bilder der Zugschlussscheibe, sondern auch von den unterschiedlichen Anbringungspositionen zu sehen waren, wollte ich diese auch gleich als "Fix- und Fertig-Modelle" anbieten, die man also einfach nur anzukuppeln braucht, ohne groß mit Schiebereglern die richtige Position hinfummeln zu müssen.
Die Fummelarbeit hatte stattdessen dann ich :geek: Besonders schwierig dabei war es, dass scheinbar jedes Modell andere Puffer- und Kupplungsmaße verwendet. Aber irgendwann habe ich es dann doch geschafft, dass die Scheiben bei den meisten Modellen halbwegs richtig hängen.

Blieb noch ein Problem: Genau von hinten betrachtet (was bei Zugschlussscheiben öfters vorkommt) sieht man den Haltebügel nichtmal mehr als dünnen Strich, sondern gar nicht mehr. Ich hätte den Haltebügel natürlich komplett dreidimensional bauen können, das hätte aber die Polygonzahl vervierfacht, und das kam mir dann doch ein bisschen übertrieben vor.
Schlussendlich habe ich mich dann kurz vor der Veröffentlichung entschieden, den "Papierhalter" optisch doch noch etwas dicker zu machen. Aber nicht mit zusätzlichen Polygonen, sondern indem ich die texturierte Scheiben-Fläche nach oben verlängere, und auch noch eine Seitenansicht des Halters drauf"male". Der war dann zwar teilweise weniger als einen Pixel breit, aber dank Grautönen im Alphakanal habe ich das ganze dann trotzdem so hinbekommen, dass selbst die schrägen Bereiche nur einen leichten Treppeneffekt zeigen.
Die Farbe dieser "Seitenansicht" musste natürlich zur "Längstextur" des Halters passen, damit die "Kreuzbauweise" nicht durch die sonst zu sehende Farbkante enttarnt wird. Nach unzähligen Verbesserungen habe ich es dann aber doch halbwegs hinbekommen, wie ich finde.

Und damit der Beitrag nicht nur mit Links gespickt ist, sondern auch noch Bilder zu sehen sind, zeige ich nochmal einen Screenshot aus Blender, wo (vielleicht) die Konstruktionsweise ersichtlich wird. Der Rand sieht in EEP zum Glück nicht ganz so "ausgefranst" aus.
Bild

Das Bild von meiner Homepage ist zwar nicht neu, zum Verständnis, worum es überhaupt die ganze Zeit ging, zeige ich es trotzdem nochmal:
Bild

Soviel zu den Zugschlussscheiben. Das waren die einzigen Advents-Modelle (eigentlich gar nicht mal, die gabs ja zu Nikolaus), die ohne eigene Bilder entstanden sind. Mehr zu den anderen Modellen morgen oder in den nächsten Tagen.

Viele Grüße
Benny

PS: Dass sechs Tage vor meinen Zugschlussscheiben Bernie zum ersten Advent auch schon eine rausgebracht hat, war so natürlich nicht geplant. Ich wollte zwar kein konkurrierendes Modell rausbringen, habe mich dann aber letztendlich doch dafür entschieden, weil ich eine etwas andere Bauform gewählt hatte (vermutlich eine etwas spätere Epoche) und einige fertig positionierte Varianten schon gebaut hatte.

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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: Mo 12. Jan 2015, 13:31 
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Sind jetzt doch ein paar mehr "nächste Tage" geworden, aber jetzt gehts weiter.

:!: Achtung, viel Text :!:

Auf der Suche nach Bildern für die Signaltafel Ts1 ("Nachschieben einstellen") bin ich unter anderem auf diesen Forenbeitrag gestoßen. Auf dem zweiten Bild ist die gewünschte Tafel zu sehen. Zwar nicht in "texturfähiger" Größe, aber der Hinweis darunter war sehr interessant:
Zitat:
Hier fiel mir ein seltenes Signal auf, ist das nicht " nachschieben einstellen" ?? Just dort endet auch die deutlich sichtbare Steigung aus dem Münsinger Bahnhof heraus.
Münsingen - das ist doch hier (relativ) in der Nähe! Da könnte ich mir doch selber Fotos von machen...

Weil Münsingen aber doch nicht so ganz in der (Fahrrad-)Nähe (und dazu noch "oben auf der Alb") ist, wollte ich den "Besuch" dort auch nutzen. Zum einen für Zugfotos, zum anderen zum Knipsen von weiteren Besonderheiten dort - ich wusste von früheren Radtouren, das im Münsinger Bahnhof noch ausgekreuzte Formsignale stehen.
Weil im Winterhalbjahr dort oben auf der Alb nur ein paar wenige Schülerzüge am Tag fuhren (und natürlich auch nur an Wochentagen, wenn Schule ist), und auch die Sonne schon recht früh untergeht, musste ich mir die Zeit gut einteilen. Die Donnerstage habe ich mir "unifrei" gehalten, das wäre also die perfekte Gelegenheit gewesen - wenn denn das Wetter mitgespielt hätte. Die ersten beiden Donnerstage im November war das Wetter so schlecht, dass ich nicht ernsthaft mehrere Stunden über die Alb fahren wollte... Da aber die Sonne von Woche zu Woche früher unterging (und das Wetter für die kommenden Wochen auch nicht besser werden sollte), bin ich dann am Freitag, den 14.11. mittags direkt nach der Uni vom Reutlinger Bahnhof auf die Alb nach Münsingen gefahren. Unterwegs war es teilweise noch sonnig (auch wenn der heftige Gegenwind teilweise sehr kräftezehrend war), als ich nach Münsingen kam, war der Himmel aber wieder komplett grau. Schlecht für Zugfotos, aber immerhin gut für Texturfotos :)
Die Zugfotos zeige ich irgendwann noch mal bei meinen "Realen Bahnbildern".
Die Ts1-Tafel hatte ich schnell gefunden (hatte ich vorher schon anhand der Bäume in Google Maps geortet), und anschließend von allen Seiten fotografiert und ausgemessen (auch wenn das Aufschreiben der Maße mit klammen Fingern nicht ganz einfach war).
Zurück im Münsinger Bahnhof habe ich noch die dortigen Formsignale und besonders deren Stellkästen fotografiert - die wurden nämlich (zumindest auf Nachfrage) auch gewünscht.
Weil dann aber schon der letzte Zug des Tages kam, und ich nicht die ganze Strecke im Kalten und Dunkeln zurückradeln wollte, blieb es bei ein paar wenigen Fotos und einer schnellen "Maßnahme" an der Stellkästen, und ich bin mit diesem Zug (Semesterticket ist auch oben auf der Alb gültig) im letzten Tageslicht bis nach Kleinengstingen zurückgefahren, und von dort aus im Dunkeln per Rad wieder nach Hause.

Jetzt hatte ich also viele Texturfotos vom Ts1 und ein paar Fotos von den Signalstellkästen - aber "dank" Uni relativ wenig Zeit, die zu anständigen Texturen aufzubereiten.
Hier ist Daniel eingesprungen - an dieser Stelle nochmal vielen Dank :rose: - und hat alle benötigten Texturteile (das sind deutlich mehr, als man denkt) aus den Bildern ausgeschnitten, entzerrt und störende Elemente weg- oder gerade-retuschiert.

Da es vier Adventssonntage sowie Nikolaus und Weihnachten gab, war schnell klar, dass auch aus dem vorhandenen Bildmaterial möglichst viel herausholen musste. Auf der Rückfahrt hatte ich noch aus dem (langsam) fahrenden Zug heraus ein erstaunlich gutes Bild von einer Signaltafel "Halt für Zugfahrten" geschossen:
Bild
Zusammen mit den Ungültigkeitskreuzen (von denen ich leider keine texturtauglichen Fotos gemacht hatte, dazu aber später mehr) hatte ich so für alle vier Adventssonntage zwar noch kein Modell(-Set), aber immerhin schon eine Idee.
Zur Umsetzung dieser Ideen ist es meistens erst kurz vor knapp gekommen, also meistens samstags...

Bild
Da das Ts1 bei Münsingen schon ziemlich runtergekommen aussieht (siehe Foto), wollte ich noch eine "neuere" Variante machen. Das Wegretuschieren der Rostflecken usw. auf der Vorderseite hat Daniel übernommen. Am Pfosten und der Schildrückseite war aber nichts in Richtung "neu" zu machen; diese brauchte ich aber auch für die "Halt für Zugfahrten"-Tafel. Da die meisten Tafeln jedoch die gleichen Maße und den gleichen Aufbau haben, war Abhilfe jedoch recht leicht zu finden: In Tübingen stehen haufenweise H-Tafeln, davon habe ich am Montag, 24.11. vor und am darauffolgenden Mittwoch nach der Unis ein paar Fotos gemacht.

Am Samstag vor dem ersten Advent habe ich aus diesen Bildern dann erstmal die Texturen für einen neuen Pfosten, neue "Schilderhalter" und die umgeknickten Seitenflächen der Tafel gebastelt. Weil die Sonne geschienen hatte (und die Teile relativ stark spiegeln), konnte ich von der Schildrückseite kein Foto für die Textur verwenden. Also habe ich die mal wieder aus ein bisschen Rauschen selber gebastelt, und nur den Aufkleber von einem Foto übernommen.

Die Vorderseite der "Halt für Zugfahrten"-Tafel aus dem Foto auszuschneiden ging dann vergleichsweise schnell.
Das Modell der Tafel hatte ich vorher schon in Blender gebaut (wenn man die Maße hat, geht das relativ schnell). Jetzt mussten die vorbereiteten Texturteile (jeweils mit 10px/cm) nur noch verkleinert und auf der (Sammel-)Textur angeordnet werden. Da ich mir dazu vorher schon Gedanken gemacht hatte, ging auch das vergleichsweise schnell.
Mit dem verkleinern der Texturen (und die anschließende DXT5-Kompression) gehen natürlich (zwangsläufig) viele (teils vorher mühsam hingebastelte) Details wieder verloren. Ist zwar ein bisschen schade, aber nicht zu ändern. Die würde man auf der Anlage aber sowieso nicht sehen, wenn man nicht mit 1cm Abstand um das Schild rumschleicht...

Mit Ini-Datei schreiben, Verpacken, Testen lassen (danke mal wieder an Daniel), Bildermachen, Hochladen, Textschreiben Veröffentlichen usw. war ich dann kurz nach Mitternacht fertig, also (fast) pünktlich zum ersten Advent.

Hier noch wieder das (schon bekannte) Bild der "Halt für Zugfahrten"-Tafel:
Bild

Die restlichen "Geschichten" für die restlichen Adventsmodelle sind hoffentlich schneller erzählt, da ein Großteil der Vorarbeit ja schon gemacht (und hier erzählt) war.

Viele Grüße
Benny

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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: Mo 12. Jan 2015, 16:23 
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Hallo Benny,
mönsch watn stress. :grins:
aber unterhaltend ,
sacht der wuvkoch

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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: Mi 14. Jan 2015, 00:22 
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wuvkoch hat geschrieben:
mönsch watn stress. :grins:
Ja, das Gefühl hatte ich teilweise auch...

Wenigstens waren die Ts1-Tafeln am Samstag vor dem zweiten Advent kein allzugroßer Stress mehr. Die Texturen hatte Daniel ja schon fertig gemacht, und die Schildrückseite und den Pfahl sowie die Modelle hatte ich ja schon von der ersten-Advents-Tafel.
Blieb nur noch der "Kleinkram" wie inis schreiben, alles verpacken, testen lassen, Textur nochmal finetunen, Vorschaubild machen (schon wieder Danke Daniel), Text schreiben, Hochladen, Veröffentlichen, ...

Und noch wieder das Modellfoto von meiner Homepage, diesmal mit dem Originalfoto zum Vergleich daneben (oder nur wegen des Seitenverhältnisses? :psst )
Bild

Morgen (oder in den nächsten Tagen) gibt es zu den Signal-Stellkästen wieder ein bisschen mehr zu berichten.

Viele Grüße
Benny

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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: Mo 19. Jan 2015, 00:11 
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Weiter gehts mit den Signalstellkästen.
Die sind zwar konstruktiv total simpel, nämlich einfache Quader, aber in Textur und "Drumherum" stecken doch ein bisschen Arbeit drin.
In Münsingen hatte ich zwei Stellkästen fotografiert und auch ausgemessen.
Bild Bild
Wegen Zeitmangel konnte ich jedoch nicht nochmal auf die andere Bahnhofsseite gehen, um auch die Rückseiten zu fotografieren. Deshalb sehen die Modelle von beiden Seiten gleich aus.
Beim Vorbild stand ein Signal zwischen den Gleisen (deshalb mit Schmalmast), das andere stand aum Ende des Hausbahnsteigs und hatte deshalb einen normalen Gittermast. Die eigentlichen Stellkästen unterscheiden sich in ihrer Form nicht, nur in den Befestigungsbügeln, diese stehen mal mehr, mal weniger stark vom Kasten ab.
Genau dieses Abstehen brachte auch noch einiges an Zusatzarbeit für Daniel in der Texturbearbeitung. Nach längerer Überlegung haben wir uns entschlossen, diese Halter komplett flach auf die Textur zu kleben, sodass das Modell wirklich bei einem einzigen Quader ohne Schnickschnack bleibt. Die abstehenden Halterungen hätten in EEP vermutlich eh nicht gepasst...
Bei der Gelegenheit ist uns auch aufgefallen, dass es in EEP zwar einige Signale mit "schmal" im Namen gibt, ein echtes Schmalmastsignal mit wirklich schmalerem Mast war aber nicht dabei...
Der Quader war nach meinen gemessenen Maßen schnell gebaut. In EEP zeigte sich, dass dieser in Höhe und Breite genau über die an die Signale angebauten Stellkästen passt, aber 5cm zu kurz ist. Da ich meine Maße aber für "echt" halte und die Signalkästen ja auch nicht zum Drüberstülpen, sondern zum Ersetzen von versenkten Kästen gedacht sind, habe ich diese Maße beibehalten.
Zur leichteren Positionierung habe ich mir noch etwas einfallen lassen, nämlich einen "maßgeschneiderten 2D-Umriss":
Bild
Dies lässt sich durch ein paar zusätliche Vertexe bzw. eine unsichtbare Fläche an der gewünschten Position in der richtigen Größe recht leicht erreichen. Schwierigkeit war nur, die richtige Position und Größe herauszufinden. Mit ein bisschen Probieren und Wasserweg-Testsplines zum Messen der Positionen im 2D-Fenster habe ich es dann aber doch hinbekommen. Jetzt kann der Stellkasten mit der Seite rechts unten an den auf Fahrt stehenden Signalflügel geschoben werden, oder mit der linken Seite und der Spitze des Dreiecks an den auf Halt stehenden Signalflügel. Zum "Überstülpen" (wo es auf wenige Millimeter ankommt, damit auf keiner Seite was rausschaut) ist die Positionierung in 2D zwar noch etwas ungenau (unter anderem wegen der Liniendicke), zum "einfach so dranschieben" sollte es aber reichen.

Dann noch inis schreiben (wer es noch nicht gesehen hat: Bei meinen Modellen steht oft etwas in der Beschreibung drin, die ihr mit einem Rechtsklick auf das Modell in der Auswahlliste unter Eigenschaften findet), Verpacken, Hochladen, Bild machen, usw... Und der dritte Advent war "gerettet".
Bild

Soweit von den Stellkästen, als nächstes kommen die Ungültigkeitskreuze. Da steckt auch wieder viel Arbeit drin, weil die Texturen komplett selbst gemalt sind...

Viele Grüße
Benny

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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: Mi 28. Jan 2015, 20:25 
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Wie schon vor zehn Tagen angekündigt, steckt in den Ungültigkeitskreuzen ziemlich (unnötig?) viel Arbeit drin...
Grund dafür war hauptsächlich, dass ich keine texturtauglichen Fotos hatte. In Münsingen habe ich zwar die (ausgekreuzten) Ausfahrsignale komplett (und die Stellkästen auch einzeln) fotografiert. Detailfotos habe ich leider keine gemacht (zum einen hatte ich wenig Zeit, zum anderen waren zu diesem Zeitpunkt die Kreuze auch noch gar nicht geplant). Auf den Gesamtfotos war die Auflösung so gering (bzw. die Fotos verwaschen), dass man daraus keine vernünftige Textur machen kann. Wer will, darf sich selbst überzeugen:
Bild Bild Bild
Das ausgekreuzte (Licht!-)Gleissperrsignal habe ich in Kleinengstingen noch durch den Führerstand hindurch fotografiert - aber auch hier ist texturmäßig nichts zu gebrauchen.

Ein weiteres Problem waren die Maße. Ausgemessen habe ich die Kreuze logischerweise nicht (wegen zu wenig Zeit und zu viel (Montage-)Höhe). Auch im Internet und den Signalbüchern findet man keine brauchbaren Maße; selbst die Zeichnungen sind meistens "falsch" (oder zumindest anders als hier), weil dort alle vier Arme gleichlang sind.
Letztendlich habe ich dann Pixel gezählt und aus der Länge des Signalflügels (die findet man im Netz) bzw. der Breite des Sperrsignals auf die Kreuz-Größe geschlossen. Erst dabei ist mir aufgefallen, dass das Kreuz am Sperrsignal kleiner ist...

Ausgehend von den so ermittelten Maßen konnte ich mir dann meine Texturen "malen". Dabei habe ich anfangs wieder 10px/cm verwendet. Auch wenn die Kreuze in echt meistens "schräg" hängen, habe ich sie für die Textur so gedreht, dass alle Kanten gerade sind. So muss ich mich nicht mit Treppeneffekten usw. rumschlagen...
Auch wenn die Originalkreuze im Prinzip ganz einfach schwarz-weiß sind, wirkt das in EEP nicht gut. Deshalb habe ich also die Farben ein bisschen angepasst und noch verschiedene Arten von Dreck/Verwitterungsspuren angebracht. Auf dem folgenden Bild kann man die verschiedenen Ebenen bzw. Schritte hoffentlich halbwegs erkennen:
Bild
Wer noch mehr erkennen will, darf draufklicken und sich das Bild in voller Auflösung (5120 x 3000px) anschauen.
Die Dreckebene ist einfach "plastisches Rauschen", die Trennlinie ein einfacher Strich. Wirklich "künstlerisch" ist nur die zweite Ebene, da habe ich mit unterschiedlich großen und weichen Pinseln abgeblätterte Farbe und kleinere Dreckpartikel "aufgemalt" und teilweise wieder wegradiert, wie es auf meinem Vorbildfoto zu erkennen war. Wenigstens dafür haben die sich also doch noch gelohnt.

Das kleinere Kreuz hat auf die gleiche Weise eine eigene (kleinere) Textur gemalt bekommen. Die unterscheidet sich sonst aber nicht groß von der anderen, daher zeige ich diese Texturentstehung nicht nochmal extra...

Um Platz auf der Textur zu sparen, habe ich die Kreuze in zwei L-förmige Teile zerlegt und (eins davon gespiegelt) auf der Textur zu einem Kasten angeordnet. Das sieht dann so Bild für das große bzw. so Bild für das kleine Kreuz aus. Maßstab ist auf der Textur 1px/cm.
Zwischen den L-förmigen Kreuzteilen war noch Platz für ein bisschen Rückseiten-Textur (die soll ja auch nicht nur einfarbig sein). Nichts sonderlich spektakuläres, nur wieder eingefärbtes Rauschen.
Um die Texturauflösung auch für die Rückseite nicht zu klein werden zu lassen, habe ich diesen Rückseitenbereich für jeden der vier "Flügel" verwendet. Damit trotzdem nicht alle vier gleich aussehen, habe ich jeweils einen langen Flügel oben und unten anfangen lassen, die kurzen Flügel genauso. In der Mitte sind dann natürlich vier nicht zueinanderpassende Texturbereiche zusammengestoßen. Hier konnte ich ein tolles Feature von Blender nutzen: "Texture Painting". Dabei kann man "am Modell" rummalen, und das wird dann entsprechend auf die Textur übertragen. Ich konnte also einfach den mittleren Teil "überstempeln", und alles wurde passend gemacht. Da ja alle vier Flügel den selben Texturteil nutzen, hat sich das Aussehen nicht nur in der Mitte geändert, sondern auch an den entsprechenden Stellen außen. In der folgenden Animation gibt es einen Vorher-Nachher-Vergleich:
Bild

Auf den Originalbildern schienen die Kreuze an irgendeiner Stange festgemacht zu sein. Bei genauerer Betrachtung (auch durch die transparente rote Signalblende hindurch) bin ich zu dem Schluss gekommen, dass die Kreuze an einem "kunstvoll geformten" Stab in die (nun nicht mehr benötigten) Laternenhalter gesteckt wurden. Diesen Stab habe ich als dritte Kreuz-Variante auch noch "frei Auge" nachgebaut. Und für die leichtere Positionierung am Signal hat diese Variante auch noch wieder den "speziellen 2D-Umriss" bekommen, der schon von den Signalstellkästen bekannt ist.
Die anderen beiden (stangenlosen) Kreuze können beliebig vor die Signale gehängt (und dabei gerne nach Lust und Laune gedreht werden - wenn es keine spezielle Laternen-Halter-Einsteck-Vorrichtung gibt, hängen die Kreuze auch beim Vorbild meistens "kreuz und quer".

Zum Schluss noch wieder das Bild von meiner Homepage:
Bild
Hier habe ich die Modelle nochmal den Originalen gegenübergestellt - zumindest ich finde sie ganz gut getroffen :angel

Mit den Ungültigkeitskreuzen ging am 4. Advent die "Adventsmodellserie" zu Ende (das Gleismauer-Brückenset zu Weihnachten zähle ich jetzt mal nicht dazu, und gehört auch nicht in diesen Faden).
Ganz zu Ende ist sie aber doch noch nicht - ursprünglich wollte ich noch etwas zu Sylvester veröffentlichen, habe es aber nicht mehr rechtzeitig fertigbekommen. Das stelle ich euch in den nächsten Tagen noch vor.

Viele Grüße
Benny

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 Betreff des Beitrags: Re: Bennys Kleinzeug-Tagebuch
BeitragVerfasst: So 1. Feb 2015, 17:21 
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Mitte Dezember hatte ich zwar noch nicht alle Adventsmodelle komplett fertig, aber zumindest der Texturplatz-Bedarf und damit auch die Anordnung auf der Sammeltextur war halbwegs klar. Deshalb war auch klar, dass noch ein bisschen Platz war, in der Größe einer Signaltafel-Vorderseite.
Und weil ich auch an Sylvester/Neujahr noch was veröffentlichen wollte, habe ich Daniel nochmal gefragt... und Daniel hat sich noch etwas gewünscht: Eine einzelne Vorsignaltafel (Ne2). Diese hängen in echt (und auch in EEP) an jedem Vorsignal. Teilweise (hauptsächlich auf Nebenbahnen) kann eine alleinstehende Vorsignaltafel das Vorsignal aber auch komplett ersetzen.
Von diesen Tafeln hatte ich bisher noch keine Texturfotos, aber davon gibt es rund um Reutlingen genug mehrere... Am Freitag, dem 19.12., bin ich nach der Uni die Strecke nochmal ein Stückchen weiter in Richtung Sondelfingen entlanggefahren. Dabei sind auch diese Bilder enstanden. Auf dem vierten Bild sieht man im Vordergrund auch das Vorsignal samt -tafel, das ich zum Ziel hatte. Links vom Gegengleis stand übrigens noch eine einzelne Vorsignaltafel ohne dazugehöriges Signal... Interessant auch die unterschiedliche Befestigungsweise dieser beiden Ne2-Tafeln:
Bild
Ich habe mich (wie schon bei den bisherigen Tafeln) für die rechte Form mit seitlich angenieteten Haltern entschieden (allerdings mit der Befestigung am Pfahl wie im linken Bild).
Die Vorsignaltafeln sind größer als die anderen Tafeln (48x75cm statt 35x50cm), deshalb musste ich die bisherigen Texturen ein bisschen "zurechtbiegen" - aber alles kein Ding der Unmöglichkeit.
Am Abend des 30. Dezembers hatte ich die Vorsignaltafel - unter "Begutachtung" durch Daniel per TeamViewer - auch soweit fertig. Dann kam uns "dummerweise" aber noch die Idee, noch eine zweite Variante mit Dreieck obendrauf zu basteln, was für "verkürzten Vorsignalabstand" steht. Von diesem Dreieck hatte ich natürlich keine Texturfotos. Erste Versuche des "von-Hand-malens" hätten fast geklappt, sind dann aber doch an fehlenden Vorbild-Informationen wie der Strichstärke des schwarzen Rands gescheitert. Außerdem war es schon recht spät und meine Wärmevorräte in Teeform aufgebraucht, sodass ich das ganze auf "später" verschoben habe. Zu Sylvester/Neujahr gab es dann von mir halt nichts, wie ihr vielleicht bemerkt habt...

Ursprünglich wollte ich schon einen "Fotoaufruf" zu diesen Dreiecken hier im Forum starten. Dann habe ich aber doch noch selbst eins gefunden. Hier im letzen Bild des Beitrags ist es im Hintergrund zu sehen - zwar nicht an einer Vorsignaltafel, sondern an einem ehemaligen Blinklichtüberwachungssignal (die wurden laut Aufkleber erst 1989 aufgestellt, als der Personenverkehr schon längst eingestellt war, der Güterverkehr bis zur nächsten Station hat auch nur noch 5 weitere Jahre durchgehalten, bevor die komplette Strecke stillgelegt wurde). Dieses Dreieck dürfte in Funktion und hat in den Maßen aber trotzdem mit den Vorsignaltafel-Dreiecken übereingestimmt. Allerdings war dieses Dreieck direkt an die dahinterliegende (Blech-)Stange geschraubt, und nicht mit einem Haltebügel an einem Betonpfosten befestigt, wie ich es für meine Signaltafel brauchte. Daher war ich zuerst ein bisschen ratlos, wie denn diese Halter an einem schrägen Rand befestigt werden...
Die Antwort lieferte mir eine ein paar Meter weiter vorne stehende Lf4-Tafel (ständige Langsamfahrstelle, auf der Spitze stehendes weißes Dreieck): Es werden die ganz normalen Halter verwendet, die aber an den Seiten schräg abgeknickt sind. Das hat zur Folge, dass sie dann schräg nach oben zur Tafel gehen. Das habe ich auch genauso am Modell umgesetzt, allerdings mit nur einem statt zwei Haltern.
Das Vorschaubild für meine Homepage sollte die wichtigsten Details der Modell zeigen:
Bild

Übrigens habe ich die Pfostentextur gestern nochmal überarbeitet. Zum einen hebt sich der untere Haltebügel nun besser vom Pfosten ab, zum anderen sind jetzt alle Kanten wie beim Vorbild abgedunkelt, was die Abschrägung simulieren soll. Davon profitieren auch alle bisherigen Signaltafeln, die diese Textur nutzen (also "Halt für Zugfahrten" und die neue Variante vom "Nachschieben einstellen".

Mit den Vorsignaltafeln ist die Sammeltextur nun voll und kann daher als "abgeschlossen" betrachtet werden:
Bild
Wer sich über die schwarz-umrandete weiße K-förmige Fläche oben rechts wundert: Das ist die Textur für das Dreieck. Damit die schrägen Kanten nicht zu "Treppen" werden, habe ich das Dreieck zweigeteilt und jeweils so zurechtgebogen, dass alle Kanten schön rechtwinklig sind. Die folgende Animation kann das hoffentlich veranschaulichen:
Bild

Übrigens: bis auf die Zugschlusscheibe und die rot-weiß-gestreifte Fläche unten stammen alle Elemente dieser Textur "aus der Region". Größtenteils basieren sie direkt auf Texturfotos, teilweise sind auch nur kleine Ausschnitte "fotorealistisch" (Aufkleber auf den Schildrückseiten) oder alles ist "handgemalt", wobei ich mich aber an Originalfotos orientiert habe.
Vielleicht bastel ich in den nächsten Tagen noch Landkarte, woraus die genauen Fotoorte hervorgehen.

Achja, die Vorsignaltafeln wird es "zum nächsten Anlass" geben :angel

Viele Grüße
Benny

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