Die Nord- Süd- Strecke in Epoche III/IV

Anlagen die auf einer Vorbildsituation beruhen die getreu umgesetzt wird
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ManfredS
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Re: Die Nord- Süd- Strecke in Epoche III/IV

#101 Beitrag von ManfredS »

Hallo Freunde,

Heute ein
Kleiner Nachtrag

Ich war mal wieder in Bebra zu Besuch. Dabei ist mir aufgefallen, dass es noch ein paar Bilder gibt, die nicht gezeigt wurden. Sie liegen nicht direkt an der Bahnstrecke oder passen nicht zur restlichen Perspektive. Ich habe sie deshalb in einen Pausenzyklus eingebunden, der immer am Ende einer Bahnfahrt gestartet wird, wenn der nächste Zug die Kamera noch nicht zugeordnet hat. Der Pausenzyklus zeigt immer ein anderes Bild.

Hier mal einen Blick auf das EG in voller Breite (Länge).
Bild
129_EG_Westseite

Man kann es kaum glauben hier seht ihr den Eingang zum Bahnhof Bebra. Er ist kaum zu erkennen, neben dem Kiosk. Die sogn. Hundehütte. Es ist nicht das große Gebäude im Vordergrund, sondern das Spitzdach neben den Bussen.
Bild
130_BHF_Eingang

Hier das ganze nochmal von der anderen Seite.
Bild
131_ BHF_Parkplatz_2

Hier noch einmal im Überblick
Bild
132_BHF_Parkplatz_2

Das Stellwerk Bn an der Verzweigung der Strecken nach Kassel und Göttingen.
Von Links nach Rechts: 2xKassel Güterzug, 2x Göttingen, 2xKassel.Dazwischen Umspannwerk und Abstellgruppe Nord.
Bild
133_UnterfuehrungNord

Unterführung auf der Rückseite südlich vom Personenzug BW mit Blick auf die Bekohlungsanlage.
Bild
134_UnterfuehrungBWP

Blick auf das Güterzug BW von Norden nach Süden
Bild
135_BW_G_Nord

Zum Abschluss sieht man die Bekohlung des Güterzug BW von der Rückseite.
Bild
136_RueckseiteBWG

Bebra war doch noch nicht ganz zu Ende.
Das neue Projekt dauert etwas.
Bis bald.
Grüße aus Bad Sachsa
Manfred

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ManfredS
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Re: Die Nord- Süd- Strecke in Epoche III/IV

#102 Beitrag von ManfredS »

Gemünden am Main 1962

Das Vorbild

Bild
137_Gemünden_1962
So sollte Gemünden 1962 ausgesehen haben. Ich habe mich bemüht, es in EEP einiger maßen rüber zu bringen. Ein kleines zeitliches Zugeständnis habe ich mir jedoch erlaubt. Vielleicht fällt es ja jemanden auf?

So sah das Vorbild 2007 aus.
Leider habe ich damals keine gescheite Perspektive vom Empfangsgebäude aufgenommen. Ich hatte wohl mehr Wert auf die Gleisanlagen gelegt.
Bild
138_Gemünden_Ost_2007

Die kleine alte Grenzstadt (Preußen/Bayern) hatte sich durch das neue Verkehrsmittel innerhalb von nur drei Jahrzehnten zu einem Knotenpunkt der Eisenbahn entwickelt. Seine bis dahin eher benachteiligte Lage am Zusammenfluss mehrerer Flüsse, die gerne Hochwasser führten, wurde ihr nun zum Vorteil.
Die Eisenbahn liebt kein ständiges Auf und Ab, sondern bevorzugt lange sanfte Steigungen und Gefälle. Sie fährt lieber durch den Berg als über den Berg und lieber über das Tal als quer durch das Tal. Das gilt auch noch heute, obwohl Elektrolokomotiven wechselnden Belastungen besser gewachsen sind als Dampflokomotiven, doch gleichmäßig Geschwindigkeit auf ebener, kurvenarmer Strecke ist ein wesentlicher Vorzug der Bahn gegenüber dem Straßenverkehr.
Unter diesen Voraussetzungen boten sich bei Gemünden zusammenlaufenden Flusstäler mit ihrem schwachen Gefälle als Eisenbahntrassen geradezu an. Den Hochwassern war durch entsprechend hochgelegene oder aufgeschüttete Bahndämme zu begegnen. Für den Ausgleich kleiner Unebenheiten des Geländes und eine möglichst gestreckte Linienführung waren Dämme und Einschnitte ohnehin erforderlich. Die Windungen der Täler spielten bei den damals gefahrenen Geschwindigkeiten nur eine untergeordnete Rolle.
Sinngemäß zitiert aus „Gemünden und die Eisenbahn“ von Dr. Hans Dietrich.

Die Streckenskizze zeigt die nähere Umgebung von Gemünden und erleichtert bei meinem Bericht die Zuordnung.
Bild
139_Streckenskizze Gemünden

KB 416: Würzburg Km 0,0 – Aschaffenburg Km 89,3 (Main-Spessart-Bahn), zweigleisige Hauptbahn, elektrischer Betrieb ab 29.09.1957.

KB 192: Flieden Km 0,0 – Gemünden Km 56,3 (Sinntalbahn oder Fulda-Main-Bahn),zweigleisige Hauptbahn, elektrischer Betrieb ab 26.05.1963. Ab Gemünden weiter auf der KB 416 Richtung Würzburg.

KB 418b: Waigolshausen Km 0, 0 – Gemünden Km 39,8 (Werntalbahn),eingleisige Nebenbahn, elektrischer Betrieb ab 26.09.1971. Später als Hauptbahn ertüchtigt und hauptsächlich für den Güterverkehr genutzt.

KB 418d: Gemünden Km 0, 0 – Bad Kissingen Km 46,9 (fränkische Saaletalbahn), eingleisige Nebenbahn, nicht elektrifiziert.

KB 416g: Lohr Bahnhof Km 0,0 – Wertheim Km 37,1 (Ostspessartbahn), eingleisige Nebenbahn, nicht elektrifiziert. Beginnt zwar nicht in Gemünden, wird jedoch von hier aus betrieben. Die Anfahrt erfolgt über die KB 418 Richtung Aschaffenburg.

Die Anlage

Anlagensteckbrief

Vorbild:
Im Rahmen der Nord-Süd-Strecke ist das ein sehr interessanter Bahnhof, speziell für die Zeitvon 09/1957 bis 25.05.1963. Strecke KB 416 Aschaffenburg - Würzburg elektrisch, KB 192 Flieden - Gemünden und weiter nach Würzburg Dampf/Diesel.

Vorlage:
Gemünden im Sommer 1962 von Langenprozelten im Westen bis Wernfeld im Osten.
Anlagengröße 6200 m x 2000 m.
Für Fahrplan und Zugbetrieb Miba 1-5/85 (Jossa), Kursbuch von 1957, diverse Lokumlauf Pläne.

Bauzeit:
Gemünden_88 von 09/2009 bis 05/2011.
Es existieren keine weiteren Unterlagen. Ich habe damals leider keine Aufzeichnungen gemacht.

Gemünden_60/Gemünden_V2 von 10/2012 bis 12/2016
Gemünden wurde neu konzipiert. Die alte Anlage war doch sehr bescheiden. Wieder keine Dokumentation.

Gemünden_V3 ab 25.05.2017
Die Anlage Gemünden_V2 kann weiter als Basis verwendet werden.
Es wurde ein detaillierter originaler Gleisplan vom Gleisplanarchiv besorgt (1:1000, nicht verzerrt, mit Umgebung). Der Gleisplan ist von 1988, erstellt 1962. Die Erfahrung zeigt, dass dann in der Regel keine großen Abweichungen waren. Sollte also auch für meinen Zeitrahmen passen.
Luftbilder und historische Bilder (sehr spärlich) werden ergänzt. Der Fahrplan wird vom Kursbuch 1957 erstellt.
Bahnhof und BW wurden neu verlegt. Es konnte alles nach originalem Gleisplan umgesetzt werden. Die EGs von Gemünden und Wernfeld wurde mit Splines gebaut.
Einige Bilder müssen noch ausgestaltet und die Zugfahrten (Fahrplan) erweitert werden. Es ist mein aktuelles Hauptprojekt.

Alle meine Zeitangaben beziehen sich auf einen Rahmen. Es wurde und wird fast immer zwischendurch an anderen Projekten gearbeitet.

Bild
140_Anlagen_Info_20210801

Bahnhofsvorplatz
Im Vordergrund Beamtenwohnhäuser, links vorn die Post. Zwei Busse warten auf Kundschaft oder haben welche gebracht. Der VT98 steht auf Gleis 2 Ost zur Abfahrt Richtung Waigolshausen bereit. Der D383 auf dem Weg von München nach Hamburg ist auf Gleis 4 angekommen und bringt vielleicht ein paar Fahrgäste mit, die mit Bus oder Schienenbus weiter wollen.
Bild
141_Bahnhofsvorplatz

Damit ihr den später folgenden Bildbericht besser verfolgen könnt, habe ich den entsprechenden Teil vom Gleisplan vorangestellt. Er ist um 90° gedreht und zeigt die Richtung Aschaffenburg – Würzburg von Nord nach Süd.
Bild
142_ Gleisplan90

143_Gleisplan
Das Ganze in groß (5419 x 1737 Px)

Nach dem EEP-Gleisplan als Abschluss ein Schema was mir Hauptsächlich bei den Fahrwege und der Verteilung der Züge im Schattenbahnhof gedient hat.
Die grünen und roten/orangenen Linien sind die Durchgehenden Verbindungen, die im Schattenbahnhof anders behandelt werden müssen, als die restlichen 5 hier endeten Linien.
Bild
144_Gleisplan Schema

Ich hoffe, dass euch das Vorbild und meine Anlage durch diesen ersten Bericht etwas näher gebracht wurden. Weitere werden noch folgen. Falls noch Fragen offen sind, meldet euch. Ich werde sie so gut kann beantworten.
Das war es erst mal Bis demnächst.
Grüße aus Bad Sachsa
Manfred

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von_Wastl
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Re: Die Nord- Süd- Strecke in Epoche III/IV

#103 Beitrag von von_Wastl »

Da kann man schon wieder Bauklötze staunen und Vorfreude auf die nächste Fotoserie entwickeln.
Wieder mal eine exzellente Motivauswahl getroffen, Manfred, deine "Haute Anlagenbaukunst" muss man nicht nochmal herausheben.....man wiederholt sich mehrfach.

Es ist wirklich bedauerlich, dass man sich nur die Fotos ansehen kann, weil deine Superanlagen nicht der Allgemeinheit zugänglich sind. Wirklich ein Jammer.

Grüße nach Bad Sachsa
Rainer
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